Beiträge vom August, 2013

Hier ein Rückblick auf unser Teichfliegen

Montag, 26. August 2013 17:24

Wetten, dass es zum Teichfliegen regnet …?

Ob diese Wette abgeschlossen wurde wissen wir nicht, das Teichfliegen aber wurde wieder seiner Tradition gerecht. Doch zunächst warteten Hitze und herrlicher Sonnenschein auf die einzelnen Programmpunkte des Teichfliegen-Wochenendes. Der Freitag stand im Zeichen der Discogänger, während im noch trockenen Pool die jüngeren Jahrgänge auf ihre Kosten kamen, ging es auf der Freilichtbühne mit der Videodisko der „Musikbox international“ gemütlicher zu.

Am Sonnabend luden die Veranstalter – Feuerwehrverein Possendorf und Karnevalsverein Possendorf – wieder zum Kinder- und Familienfest ein. Dank zwei großer Pools auf der Freilichtbühne gab es für die Kinder neben einem Getränk und einem Eis zusätzliche Erfrischung. Mit einer Schatzkarte konnten sie wieder auf Schatzsuche gehen, 12 Stationen waren zu absolvieren einschließlich einem Bad in den neuen Pools. Dazu kamen z.B. die Hüpfburg, „Haut den Lukas“, Bierkastenklettern, Zielspritzen oder das Baggern mit einem echten Bagger. Auf alle wartete schließlich eine Überraschung aus der großen Schatztruhe und eine Tombola. Dazwischen ließ sich auch Neptun – der Herrscher aller Meere und Tümpel – wieder sehen und taufte einige der trockenen Erdenbürger. Nachdem sich die Kleinen ausgetobt hatten, wurde es für die Großen spannend, der Kampf um die Startplätze stand im Programm und diesmal ohne Wasser. Auf beiden Pools schwamm jeweils ein Riesenwasserball, aus jeder Mannschaft musste ein Vertreter in diesem Ball einen Badeanzug samt Strümpfe und Badekappe anziehen. So trat jede Mannschaft gegen jede an. Der Spaß war vorprogrammiert, denn der Ball war irgendwie immer in Bewegung und der jeweilige Spielkandidat konnte sich nur im Liegen und Knien anziehen. Die meisten Punkte holte das Frauenteam vom Karnevalsclub Wilsdruff und sicherte sich dadurch den letzten Startplatz, was sich am nächsten Tag aber nicht wirklich als Vorteil erwies. Der Abend klang traditionell mit der großen Jolly-Jumper-Party stimmungsvoll aus.

Am Sonntag schließlich sah noch alles gut aus, alle waren zwar noch etwas müde aber gut gelaunt, die einzelnen Flugobjekte wurden vorgefahren und auch Wolle Förster traf pünktlich ein. Gemeinsam mit ihm und meinen Jurykollegen, den Sponsoren Bernd Godzik (Autohaus Godzik), Jens Weishaupt (Weishaupt – Straßen- und Tiefbau Freital) und Thomas Wolf (Natursteinbetrieb Freital) sowie den Dynamotrainern Nico Däbritz und Thomas Köhler, ging es an die optische Bewertung der einzelnen Objekte. Schon dabei gab es jede Menge Spaß. Derweil heizte Onkel Sven den bereits wieder zahlreich erschienenen Zuschauern mit Gitarre und Gesang ein. Er hatte noch eine Überraschung mit: die Band „Noten und Elend“ zu der neben ihm René Hähnel an der Gitarre und Andreas „Otto“ Berger am Schlagzeug gehörten. Gegen 16 Uhr ging es dann endlich los. Die Possendorfer Karnevalsmädels tanzten auf der Startrampe einen fetzigen Rock´n Roll und dann begann die Show der neun „Flugteams“. Wieder hatten sich alle viel Mühe gegeben und man muss einfach immer über die Ideen und deren Umsetzung staunen. So wagten sich einige auch diesmal an politische Themen wie das Fluthilfezentrum Dresden mit seiner Erdkugel unter dem Thema „Prism/NSA“ oder das „Wetten, dass-Team“ mit seiner Drohne. Ob die Jugendfeuerwehrwehr Possendorf mit ihrem Löschgruppenfahrzeug, Thomas Berger und die Possendorfer Flugzeugwerft mit der Riesencurrywurst samt Pommes oder der Karnevalsclub Wurgwitz mit seinem sagenhaften Baywatch-Trabi – alle sorgten für Stimmung. Aber Letztere mussten wieder in die Wunde stechen und brachten trotz ihrem starken Malibu-Einsatz Possendorf wie gewohnt als „Regendorf“ ins Spiel. Nun überschlugen sich die Meldungen aus den Wetter-Apps und leider behielten sie recht. Marcus Wagner konnte mit seinem Surfbrett noch relativ trocken über die Rampe gehen, aber bei der Darbietung des Fluthilfezentrums wurde der Regen immer heftiger, es donnerte und blitzte. So gab es eine Premiere: Erstmals wurde das Teichfliegen unterbrochen, die Mehrzahl der Zuschauer flüchtete ins große Festzelt. Es blieb nichts anderes übrig als zu hoffen, dass die Wetterprognosen stimmen und das Unwetter davonzieht. Nach ca. 30 Minuten ging es weiter, Marcel Mildner, André Kielmann und Marco Bensch machten mit ihrer riesigen Havanna eine kubanische Revolution und mächtig viel Qualm. Danach rollte ein Riesen-High Heel auf die Rampe und dazu die Possendorfer „Hupfdohlen“. Ob am Kaffee- und Kuchenstand oder mit Tanzeinlagen, sie sind immer mit dabei, aber diesmal erstmals mit einem Flugobjekt. Und dieses machte bereits bei der optischen Bewertung großen Eindruck, kein Wunder bei einer Absatzhöhe von 1,40 m. Für die Frauen war klar, wir setzen uns da nicht drauf, zum einen aus Sicherheitsgründen, zum anderen wollten sie, dass der Schuh ganz bleibt und für einen guten Zweck versteigert wird. Diese Idee fand vor allem auch Wolle Förster toll und schickte bereits vor der Show ein Foto an einen Dresdner Geschäftsmann. Die „Hupfdohlen“ lieferten eine Supershow rund um der Frauen Lieblingsthema „Schuhkauf“, dann ging es ins Wasser und der Riesenpumps blieb heil – Jubel bei den Mädels, bei Publikum und Jury gleichermaßen. Dann erwartete alle „Wetten, dass?“ vom Team Hähnel und Mickan. Markus Lanz alias René Hähnel begrüßte die Zuschauer, verwandelte sich aber recht schnell in Thomas Gottschalk und hatte natürlich auch Assistentin Cindy aus Marzahn im Schlepp. Kein Geringerer als Jörg „Fliesie“ Mickan sorgte mit seiner Figur und allem kitschigen Beiwerk für jede Menge Lacher und selbst am Jurytisch kam spontan: „Besser als das Original!“ Finanzminister Schäuble wurde begrüßt und flog samt Rollstuhl ins Wasser, als Stargast kam Barack Obama und schließlich flog Gottschalk in einer Drohne ins Wasser und setzte eine butterweiche Landung hin. Da hatte es das Wilsdruffer Frauenteam als letztes schwer, in den vergangenen beiden Jahren hatte es den Pokal für das beste Frauenteam gewonnen. Obwohl ihr Flugobjekt „Bachblüte 36“ durch den starken Regen etwas in Mitleidenschaft geraten war, gaben sie ihr Bestes und boten ebenfalls eine tolle Show. Ob die Abendgrußfigur Plums oder das Fröscheballett, alles wurde mit viel Hingabe dargeboten und auch die Mechanik der großen Blütenblätter funktionierte doch noch ganz gut. Doch von oben ging es wieder los, sodass der Programmabschluss etwas unter ging. Zur Siegerehrung waren dann fast nur noch die Teams im Festzelt und zunächst startete Wolle Förster die Versteigerung des High Heels, schnell war man bei 70 Euro, dann rief er den Dresdner Geschäftsmann an, der bot 400 Euro, im Zelt rief einer 450 und am Telefon hieß es 500! Damit hatten die Hupfdohlen überhaupt nicht gerechnet und waren mehr als zufrieden. Der Schuh wird noch etwas ausgebessert und haltbarer gemacht und soll dann künftig vor einem Erotik-Geschäft auf der Prager Straße stehen. Den Erlös wollen die Frauen dem Possendorfer Kindergarten spenden. Danke! Die Karnevalsmädels tanzten und jubelten und freuten sich ebenso über ihren 4. Platz riesig, auch wenn ihnen viele mehr gewünscht hätten, aber sie waren die „Sieger der Herzen“ an diesem Nachmittag. Wie so oft ging es auf den ersten Plätzen wieder mehr als knapp zu. Mit nur einem einzigen Pünktchen Vorsprung gewannen die Vorjahressieger Hähnel/Mickan auch diesmal wieder.

12. Teichfliegen – die Platzierungen

1. Drohne (Wetten, dass …?) 203 Pkt.

2. Baywatch 202 Pkt.

3. Bachblüte 36 200 Pkt.

4. Weiberabend 194 Pkt.

5. Currywurst 167 Pkt.

6. Havanna 164 Pkt.

7. Löschgruppenfahrzeug 144 Pkt.

8. Prism/NSA 132 Pkt.

9. Surfbrett 124 Pkt.

Ein erlebnisreiches Wochenende ging regnerisch und etwas frisch aber mit toller Stimmung zu Ende. Herzlicher Dank gilt wieder den beiden Possendorfer Vereinen und all ihren Helfern sowie den zahlreichen Sponsoren, durch die das Teichfliegenfest in dieser Form erst möglich wird.

Kerstin Ryssel

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Programm

Donnerstag, 1. August 2013 14:21

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